vonRedaktion International
OKTOBER 09, 2026
Wien
Die Untersuchungen zum Brandereignis sind abgeschlossen. Sowohl ein externer Brandsachverständiger als auch die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass eine Verkettung zweier unabhängiger Ereignisse zu dem Vorfall geführt haben.
Den Ermittlungen zufolge wurde der Brand durch einen Isolationsschaden an einem Kabel ausgelöst. Dieser führte zu einem Kurzschluss, der letztlich zum Brandereignis führte.
Unmittelbar nach dem Vorfall haben die Wiener Linien als Sofortmaßnahme sämtliche Züge der betroffenen Baureihe einer umfassenden Überprüfung unterzogen. Dabei wurden insbesondere die Kabel auf mögliche Beschädigungen kontrolliert.
Die SUB vermutet, dass die Servicierung des Hauptschalters im Zuge einer früheren Wartung mangelhaft ausgeführt wurde. Auf Grund der Zerstörung des Hauptschalters konnte dies jedoch nicht nachgewiesen werden. Es wurde auch in den anderen überprüften Zügen keine mangelhaften Schalter gefunden. Die Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf einen systematisch bedingten Fehler. Die zuständigen Mitarbeiter*innen wurden dennoch dahingehend vom Hersteller des Hauptschalters geschult.?
Bereits während der laufenden Untersuchungen haben die Wiener Linien zusätzliche Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Betriebssicherheit umgesetzt. Künftig werden die Kontrolle der Kabelisolation sowie die Überprüfung des Hauptschalters umfassender in den Wartungschecklisten verankert. Darüber hinaus wurden die Mitarbeiter*innen gezielt sensibilisiert und entsprechend nachgeschult.
Quelle: Stadt Wien